Läuse bei Kindern – Was kann ich tun?

Nachdem ihr Kind auf einem Kindergeburtstag war, teilen Ihnen die Eltern mit, dass eines der Kinder Kopfläuse hat. Sowas ist ärgerlich, kann aber genauso gut in der Schule oder dem Kindergarten passieren. Wie Sie bei einem Kopflausbefall, der sogenannten Pediculosis, am besten vorgehen und wie eine Behandlung aussieht, erklären wir Ihnen hier.

 

1. Kopflausbefall erkennen

Bevor Sie mit einer Behandlung beginnen, müssen Sie feststellen, ob ihr Kind betroffen ist. Das Jucken der Kopfhaut ist eines der ersten Symptome für einen Befall. Beobachten Sie, ob ihr Kind sich häufig am Kopf kratzt und fragen Sie nach, ob es ihrem Kind an der Kopfhaut juckt. Sollte das der Fall sein, sollten Sie die Kopfhaut ihres Kindes näher unter die Lupe nehmen.
Der sichere Beweis für einen Befall wäre, wenn Sie Läuse oder Läuseeier, sogenannte Nissen, in den Haaren finden.
Kopfläuse erkennen Sie an einem ca. 2-3 mm langem und länglichen Körper, der meist braun oder grau ist. Nissen sind etwas kleiner als Läuse, ebenfalls länglich und weiß. Außerdem sind Nissen fest an den Haaren fixiert.
Um diese leichter zu finden, können Sie eine Lupe zur Hilfe nehmen.

 

2. Haare behandeln

Zum Bekämpfen der Läuse sollten die Haare mit einem Läuseshampoo gewaschen und die nassen Haare anschließend mit einem Nissenkamm ausgekämmt werden, um die Nissen zu entfernen. Wann und wie oft die Behandlung zu wiederholen ist, hängt vom Shampoo ab. Für eine korrekte Anwendung des jeweiligen Läuseshampoos, lesen Sie bitte unbedingt die Informationen in der Packungsbeilage. Hier ist wichtig, dass Sie das Mittel nicht zu kurz einwirken lassen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Kopfläuse nicht abgetötet werden.

Der Nissenkamm sollte nach jeder Haarsträhne mit einem Küchentuch oder einer kleinen Bürste – z.B. einer alten Zahnbürste – gereinigt werden, damit die Nissen der Kopfläuse nicht wieder in den Haaren verteilt werden.

Bei langen Haaren ist das sorgfältige Auskämmen mit dem Nissenkamm besonders wichtig, da sich die Nissen hier leichter verstecken können.

 

3. Begleitmaßnamen

Das Übertragen der Läuse durch Gegenstände, wie Kopfkissen und Haarbürsten, ist in der Regel äußerst selten. Trotzdem können Sie zur Sicherheit folgende Maßnahmen treffen:

  • Bürsten und Kämme mit heißem Wasser und Seife reinigen
  • Bettwäsche, Handtücher und Co. sollten mit mindestens 60 Grad gewaschen werden
  • Mützen, Kuscheltiere und Co. können in eine luftdichte Verpackung gegeben werden. Nach drei Tagen sind alle Läuse tot, da Kopfläuse nicht länger ohne Blut und Wärme überleben.
  • Alternativ können alle Gegenstände auch zwei Tage lang in die Gefriertruhe gegeben werden.

 

4. Wie werden Läuse übertragen?

Das Übertragen der Kopfläuse hat rein gar nichts mit mangelnder Hygiene oder Gesundheit von Menschen zu tun. Ein Kopflausbefall kann jeden treffen. Kinder sind in der Regel am häufigsten betroffen, da sie regelmäßig Einrichtungen wie Kindergarten oder Schule besuchen und dabei engen Kontakt miteinander haben.

Beim gemeinsamen Kuscheln, Spielen oder Tuscheln können die Läuse von einem Kopf auf den anderen übertragen werden. Entgegen der allgemeinen Meinung können Läuse nicht springen, sind aber ausgezeichnete Krabbler. Um übertragen zu werden, brauchen die Blutsauger daher nur kurzen Kontakt zu einem anderen Kopf.

Da die Weibchen sehr fruchtbar sind, reichen schon wenige Läuse aus, um eine Epidemie auszulösen.

 

5. Kann ich einem Lausbefall vorbeugen?

Da sich Kopfläuse auf jeder Kopfhaut wohlfühlen und ein Kopflausbefall unabhängig von Hygiene und Gesundheit passiert, kann man dem Befall nicht vorbeugen.

Hat ihr Kind Läuse, sollten Sie es zusätzlich zu den anderen Maßnahmen so lange nicht in den Kindergarten oder in die Schule zurückschicken, bis der Kopflausbefall endgültig verschwunden ist, da die Läuse sonst auf andere Kinder übertragen werden.

 

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