Die kleine Corona-Anti-Angst und Aufklärungsgeschichte für Kinder

Die Sänger-Bären im Eulenwald

Die kleine Corona-Anti-Angst und Aufklärungsgeschichte für Kinder zum Vorlesen mit Bildern

Vor 600 Jahren lebten viele verschiedene Tiere im Eulenwald. Die ältesten Tiere, die bereits am längstem im Wald gewohnt haben waren die Eulen. Man konnte die Eulen schon von weitem gut erkennen, denn sie alle hatten große meist gelb schwarze Glubschaugen. Der Uhu schaute immer grimmig drein und die Waldohreule lauschte mit ihren großen Ohren der wundervollen Waldmusik.

Die Musiker des Waldes waren Singvögel, schnurrende Waschbären und die großen Sänger-Bären mit ihrer tiefen Stimme. Der bekannteste Sänger-Bär war Papa Balu, der mit seiner Frau Ida und seinen Kindern Bodo und Falk durch die Wälder streifte und die schönsten Lieder sang.

Die anderen Tiere waren so beeindruckt von seinem Gesang, dass sie wenn er an Ihrem Baumhäusern, Höhlen und Erdbehausungen vorbei kam sofort herauskamen, die Lieder genossen und ihm am Ende einen Teil ihres gesammelten Futters brachten um Papa Balu und seiner Familie zu zeigen wie sehr sie seine schöne Stimme und seinen lieblichen, Freude bringenden Gesang zu schätzen wussten.

Wenn es mal viel regnete, dann konnten die Tiere nur zu Hause bleiben um nicht nass und krank zu werden. Und auch Bodo und Falk waren dann mit ihrem Papa und ihrer Mama zu Hause. An solchen Tagen sang die ganze Sänger-Bären Familie gemeinsam so laut, dass ihr Gesang bis tief in den Wald hinein hörbar war und die Tiere schnell vergaßen, dass sie den ganzen Tag zu Hause bleiben mussten.

Aber solche Tage gab es zum Glück nur selten. Meistens schien die Sonne durch die Baumkronen hindurch, die Vögel zwitscherten und von Regen oder Einsamkeit war keine Spur.

Eines Tages verirrte sich ein Fuchs namens Fennek in den Eulenwald. Nur selten kamen Besucher vorbei, die nicht im Wald geboren waren und schon lange dort lebten.

Fennek war besonders weit gereist. Er stammte aus den Sandwüsten Nordafrikas und war perfekt an das heiße trockene Wüstenwetter angepasst. Alle Bewohner des Eulenwalds freuten sich sehr einen neuen tierischen Freund, Nachbarn und Begleiter kennengelernt zu haben und hießen ihn herzlich Willkommen.

Leider wurde Fennek nach kurzer Zeit krank. Er war das feuchte und kühlere Wetter des Waldes noch nicht gewohnt. Als Fennek immer kranker und kranker wurde, kamen alle Tiere regelmäßig zu ihm und kühlten seine Stirn, brachten ihm Essen und Balu sang für ihn.

 

Fennek ging es nach 14 Tagen wie durch ein Wunder besser und die Waldtiere jubelten vor Freude. Doch diese Freude war kurz, denn nach wenigen Tagen erkrankten viele weitere Tiere. Es war eine mysteriöse Krankheit, die schwer zu heilen war, da sie den Tierärzten unbekannt war und sich schnell verbreitete. Die Tiere hatten große Angst. Am meisten Angst hatte Bodo, Balus und Idas jüngster Bährensohn. Er wollte sich den ganzen Tag nur zu Hause verstecken, damit er auf keinen Fall krank werden würde.

Der weise Uri, einer der ältesten Eulen war der Chefarzt des Waldes. Er wusste anfangs auch nicht wie sich die mysteriöse, neue Krankheit bekämpfen ließe. Doch dann fand er mit der Zeit und durch seine Nachforschungen heraus, dass die Krankheit im Vergleich zu den bisher bekannten und erforschten Krankheiten sehr ansteckend ist und alle Waldbewohner 30 Tage lang keine Freunde treffen dürfen, damit die Kranken gesund werden und es keine neuen Ansteckungen mehr gibt.

Das war für viele Waldbewohner sehr schwierig und sie vermissten ihre Freunde sehr, aber alle verstanden, dass es das Wichtigste ist, dass alle so schnell wie möglich gesund werden und die mysteriöse und gefährliche Krankheit schnell verschwindet.

Nach 30 Tagen begannen die Bären, Eulen, Waschbären, Füchse, Wildschweine und Rehe wieder ihre Freunde zu treffen, in die Schule zu gehen und fast wie früher zu leben. Sie hielten zwar zur Sicherheit noch etwas mehr Abstand zueinander als zuvor um ganz sicher nicht krank zu werden, aber das war nur eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme. Die meisten Tiere waren schon gesund.

Sogar der kleine ängstliche Bär Bodo ging nach draußen und freute sich sehr auf die Schule und ganz besonders darauf seinen Affenfreund Pelzo nach so langer Zeit wieder zu sehen und mit ihm reden zu können.

Uri, der Chefarzt des Waldes lobte die Tiere wie brav sie durchgehalten hatten und er wusste wie schwer es war keine Freunde zu treffen, denn er hatte viele Freunde und auch er hatte 30 Tage niemanden gesehen außer seine Familie.

Auch wenn die Tiere wieder glücklich waren und das Leben im Wald fast wie davor war, machte sich Uri große Sorgen. Er hatte Angst, dass die Krankheit zurückkommen würde und diese Gefahr gab es vorerst noch. Deshalb suchte Uri wie verrückt nach einer Lösung. Er forschte Tag und Nacht um für den Fall der Fälle ein Heilmittel zu finden.

Nach einem langen Jahr in dem Uri kaum schlief und nur nach einer Lösung suchte entdeckte er den Krankheits-Impfstoff. Das war ein ganz besonderes Gemisch aus vielen verschiedenen Zutaten im Wald, welches man essen konnte. Sobald man es gegessen hatte war man von der Krankheit sicher und konnte nicht mehr krank werden.

Alle Tiere bekamen eine Portion des Krankheits-Impfstoffs und die mysteriöse Krankheit konnte ihnen nichts mehr anhaben. Sie waren überglücklich, denn sie konnten jetzt wieder genauso leben wie vor 1,5 Jahren – ohne Abstände und ohne Sorgen.

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